ManageEngine DataSecurity Plus: Neuerungen und wichtige Änderungen

ManageEngine DataSecurity Plus: Neuerungen und wichtige Änderungen

ManageEngine DataSecurity Plus wurde in den letzten Builds um mehrere Funktionen in den Bereichen File Audit, Risk Analysis, Endpoint DLP und Cloud Protection erweitert. Besonders relevant sind neue Audit-Möglichkeiten für moderne File-Server-Umgebungen, Verbesserungen bei DLP-Erkennung, Cloud-App-Kontrolle und zusätzliche Sicherheitsfixes.

Wichtigste Neuerungen in Build 6280

1. File Auditing für Amazon FSx

Mit Build 6280 unterstützt DataSecurity Plus nun File Auditing für Amazon FSx for Windows File Server. Dadurch können Datei-Zugriffe und Änderungen auf Amazon-FSx-Dateiservern überwacht werden.

Das ist besonders relevant für Unternehmen, die klassische Windows-File-Server teilweise oder vollständig in AWS betreiben und trotzdem nachvollziehen möchten:

  • wer auf Dateien zugreift
  • wer Dateien ändert
  • welche Dateiaktivitäten auf Amazon FSx stattfinden
  • ob ungewöhnliche oder unerwünschte Aktionen erfolgen

2. Verbesserte Scan-Planung in Risk Analysis

Die Scan-Zeitpläne in der Risk Analysis sind nun flexibler konfigurierbar. Scans können wöchentlich, monatlich, in benutzerdefinierten Intervallen oder einmalig zu einem bestimmten Datum und Zeitpunkt ausgeführt werden.

Damit lassen sich Data-Discovery- und Risk-Analysis-Scans besser an Wartungsfenster, geringe Auslastungszeiten oder Compliance-Anforderungen anpassen.

3. Endpoint DLP: genauere Dateigrößen bei Events

Bei Endpoint-DLP-Ereignissen wurden Probleme bei Datei-Erstellungs- und Paste-Alerts behoben. File-Creation-Events werden nun erst nach Abschluss gemeldet, damit Alerts die korrekte Dateigröße enthalten. Außerdem wurde ein Problem behoben, bei dem bei File-Paste-Alerts falsche Größenwerte aus Alternate Streams statt der tatsächlichen Dateigröße gemeldet wurden.

Das verbessert die Qualität von DLP-Alerts, insbesondere bei Regeln, die auf Dateigröße oder ungewöhnliche Kopiervorgänge reagieren.

Die Advanced URL Filtering Policies wurden erweitert. Neu hinzugekommen sind unter anderem:

  • Block punycode domains: Blockiert Domains mit Punycode-Encoding oder Sonderzeichen, die häufig bei Homograph-Phishing-Angriffen verwendet werden.
  • Block link sharing: Einschränkung externer Linkfreigaben in Google, Zoho, SharePoint und Dropbox.

Damit kann DataSecurity Plus stärker zur Prävention von Phishing, unerlaubtem Cloud-Sharing und Datenabfluss eingesetzt werden.


Weitere wichtige Änderungen aus 2026

Build 6270 – März 2026

GenAI Insights in Cloud Protection

DataSecurity Plus hat eine neue Berichtskategorie GenAI Insights erhalten. Diese bietet Sichtbarkeit über die Nutzung generativer KI-Anwendungen und enthält Berichte zu Prompts in Diensten wie ChatGPT, GitHub Copilot, Claude, Google Gemini, Perplexity, Grok, Mistral und DeepSeek.

Das ist vor allem für Unternehmen interessant, die nachvollziehen möchten, ob und wie Mitarbeiter sensible Informationen in GenAI-Tools eingeben.

Endpoint DLP: Copy Source als Alert-Parameter

Bei Endpoint-DLP-Alerts kann nun die Kopierquelle als Parameter in E-Mail- und Script-Alert-Reaktionen verwendet werden.

Damit lassen sich automatisierte Reaktionen besser kontextualisieren, zum Beispiel bei Kopiervorgängen auf USB-Geräte oder andere Speicherziele.

NetApp-Verbesserungen

Mehrere NetApp-Probleme wurden behoben, unter anderem Verbindungsprobleme und fehlende Events bei Shares, die über FQDN konfiguriert wurden.

Build 6264 – Februar 2026

Dieser Build enthält wichtige Sicherheitsfixes. Unter anderem wurde CVE-2026-2740 behoben, eine RemCom Named Pipe DACL Vulnerability, die während der Agent-Installation unautorisierten lokalen Zugriff ermöglichen konnte. Zusätzlich wurden Probleme mit zugänglichen Authentifizierungstokens und Token-Masking in Logs behoben.

Empfehlung: Systeme mit älteren Builds sollten aus Sicherheitsgründen zeitnah aktualisiert werden.

Build 6262 / 6260 – Januar 2026

Verbesserungen bei Risk Analysis

In Risk Analysis wurden mehrere Verbesserungen eingeführt:

  • bessere Statusverfolgung für Data-Discovery-Scans
  • Filter nach Scanstatus wie Running, Queued, Failed und Completed
  • Statusanzeige für einzelne Share-Level-Scans
  • gezielte Konfiguration bestimmter Microsoft-SQL-Datenbanken
  • Auswahl zwischen Full Scan und Incremental Scan bei manuellen Rescans
  • detaillierte Scan-Historie und Scan-Zusammenfassung für On-Premises-Geräte
  • Anzeige von Confidence Ranges bei Regeln in Policies

Damit wird die Verwaltung sensibler Datenbestände übersichtlicher und besser steuerbar.

Cloud Protection: Advanced URL Filtering

Advanced URL Filtering wurde um neue Filteroptionen und konfigurierbare Zeiträume erweitert. Damit können Richtlinien zeitbasiert angewendet werden, zum Beispiel nur während Arbeitszeiten oder außerhalb definierter Zeitfenster.