ManageEngine DataSecurity Plus wurde in den letzten Builds um mehrere Funktionen in den Bereichen File Audit, Risk Analysis, Endpoint DLP und Cloud Protection erweitert. Besonders relevant sind neue Audit-Möglichkeiten für moderne File-Server-Umgebungen, Verbesserungen bei DLP-Erkennung, Cloud-App-Kontrolle und zusätzliche Sicherheitsfixes.
Mit Build 6280 unterstützt DataSecurity Plus nun File Auditing für Amazon FSx for Windows File Server. Dadurch können Datei-Zugriffe und Änderungen auf Amazon-FSx-Dateiservern überwacht werden.
Das ist besonders relevant für Unternehmen, die klassische Windows-File-Server teilweise oder vollständig in AWS betreiben und trotzdem nachvollziehen möchten:
Die Scan-Zeitpläne in der Risk Analysis sind nun flexibler konfigurierbar. Scans können wöchentlich, monatlich, in benutzerdefinierten Intervallen oder einmalig zu einem bestimmten Datum und Zeitpunkt ausgeführt werden.
Damit lassen sich Data-Discovery- und Risk-Analysis-Scans besser an Wartungsfenster, geringe Auslastungszeiten oder Compliance-Anforderungen anpassen.
Bei Endpoint-DLP-Ereignissen wurden Probleme bei Datei-Erstellungs- und Paste-Alerts behoben. File-Creation-Events werden nun erst nach Abschluss gemeldet, damit Alerts die korrekte Dateigröße enthalten. Außerdem wurde ein Problem behoben, bei dem bei File-Paste-Alerts falsche Größenwerte aus Alternate Streams statt der tatsächlichen Dateigröße gemeldet wurden.
Das verbessert die Qualität von DLP-Alerts, insbesondere bei Regeln, die auf Dateigröße oder ungewöhnliche Kopiervorgänge reagieren.
Die Advanced URL Filtering Policies wurden erweitert. Neu hinzugekommen sind unter anderem:
Damit kann DataSecurity Plus stärker zur Prävention von Phishing, unerlaubtem Cloud-Sharing und Datenabfluss eingesetzt werden.
DataSecurity Plus hat eine neue Berichtskategorie GenAI Insights erhalten. Diese bietet Sichtbarkeit über die Nutzung generativer KI-Anwendungen und enthält Berichte zu Prompts in Diensten wie ChatGPT, GitHub Copilot, Claude, Google Gemini, Perplexity, Grok, Mistral und DeepSeek.
Das ist vor allem für Unternehmen interessant, die nachvollziehen möchten, ob und wie Mitarbeiter sensible Informationen in GenAI-Tools eingeben.
Bei Endpoint-DLP-Alerts kann nun die Kopierquelle als Parameter in E-Mail- und Script-Alert-Reaktionen verwendet werden.
Damit lassen sich automatisierte Reaktionen besser kontextualisieren, zum Beispiel bei Kopiervorgängen auf USB-Geräte oder andere Speicherziele.
Mehrere NetApp-Probleme wurden behoben, unter anderem Verbindungsprobleme und fehlende Events bei Shares, die über FQDN konfiguriert wurden.
Dieser Build enthält wichtige Sicherheitsfixes. Unter anderem wurde CVE-2026-2740 behoben, eine RemCom Named Pipe DACL Vulnerability, die während der Agent-Installation unautorisierten lokalen Zugriff ermöglichen konnte. Zusätzlich wurden Probleme mit zugänglichen Authentifizierungstokens und Token-Masking in Logs behoben.
Empfehlung: Systeme mit älteren Builds sollten aus Sicherheitsgründen zeitnah aktualisiert werden.
In Risk Analysis wurden mehrere Verbesserungen eingeführt:
Damit wird die Verwaltung sensibler Datenbestände übersichtlicher und besser steuerbar.
Advanced URL Filtering wurde um neue Filteroptionen und konfigurierbare Zeiträume erweitert. Damit können Richtlinien zeitbasiert angewendet werden, zum Beispiel nur während Arbeitszeiten oder außerhalb definierter Zeitfenster.